Berliner Zoo: Soll Eisbär Knut nun ausgestopft werden?

Schon als Jung-Bär zog Knut das Interesse der weltweiten Öffentlichkeit auf sich. Nach seinem Ableben am vergangenen Samstag ist das nicht anders. Der zoologische Garten in Berlin stellte im Internet ein Gedenkbuch für den Eisbären zur Verfügung. Mittlerweile sind hier rund 2000 Einträge zu finden. Die Anteilnahme am Schicksal des Eisbären ist groß.

Im Gedenkbuch sprechen sich viele Menschen dagegen aus, dass Knut ausgestopft wird. Scheinbar ist es nun im Bereich des Möglichen, dass die Fans des Eisbären ihren Knut eines Tages im Berliner Naturkundemuseum bestaunen können. Wie einst das Elefanten Baby Kiri könnte der präparierte Knut so Tierfreunden gezeigt werden. Eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen.

Indes wehrt sich der Zoo gegenüber den Vorwürfen von Tierschützern, dass die Eisbären im Berliner Zoo nicht richtig gehalten worden seien. Besonders die Frage, ob es richtig war, Knut mit drei Eisbärinnen zusammen unterzubringen, wird diskutiert. Zoodirektor Bernhard Blaszkiewitz meinte, dass Knut keinesfalls an einer Stresssituation gestorben sei. Der Tod des Eisbären sei nicht mit der Gruppenhaltung in Verbindung zu bringen. Knut wurde nur vier Jahre alt.

Bild von Andrea & Stefan

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Comments

  1. Strubbel says:

    Ja klar,ausstopfen und damit auch noch Profit machen.Also ob das Eisbärengehege so artgerecht gebaut ist,wage ich zu bezweifeln.Warum muß ein Einbär in unseren Breitengraden so gequält werden?
    Das ist ein Eisbär und kein 40Grad Sommerbär.Der gehört bestimmt nicht hierher.
    Die Leute können die Tiere in ihrer freien Wildbahn bestaunen.Ich würde mich schämen “Gefangene” zu begaffen!!!

  2. Doris 2603 says:

    Bitte bitte nicht ausstopfen !!!!!

  3. NICHT AUSSTOPFEN BITTE!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  4. Weiß jemand, ob es eine konzertierte Initiative gegen das Ausstopfen von Knut gibt?
    Ich für meinen Teil habe den Zoodirektor angeschrieben.

    “Sehr geehrter Herr Dr. Blaszkiewitz!

    Wie Sie ja vielleicht selbst an der Vielzahl der Einträge im Gedenkbuch und an der weltweiten Reaktion auf den plötzlichen und viel zu frühen Tod des Eisbären Knut sehen können, ist es den Menschen ein echtes Anliegen, dass davon Abstand genommen wird, Knut ausstopfen zu lassen und ins Naturkundemuseum in Berlin zu geben.

    Ich weiß nicht, ob diese Zeilen Sie überzeugen können oder ob die vielen Bekundungen von trauernden und Anteil nehmenden Menschen Sie umstimmen können.
    Bitte denken Sie noch einmal in aller Ruhe darüber nach.

    Der Zoo hat – was ich durchaus positiv sehe – durch Knut gutes Geld verdient.
    Das kam sicher auch anderen Tieren in Ihrem Zoo letztlich zugute und war somit eine gute Sache.

    Nun aber ist Knut gestorben und den vielen, vielen Menschen ist es wirklich wichtig, dass man ihn nun in Würde und vor allem in Frieden ruhen lässt.

    Die Vorstellung, dass er nun präpariert wird und ausgestopft im Museum seinen Platz findet, ist für die vielen Menschen und vor allem Kinder, die ihn so sehr ins Herz geschlossen hatten, einfach furchtbar.
    Bitte tun Sie das nicht.
    Erweisen Sie ihm die letzte Ehre und lassen Sie ihn bitte in unseren Gedanken und Wünschen zusammen mit seinem Ziehvater Thomas Dörflein glücklich sein.
    Knut hat es einfach verdient.

    Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und hoffe, dass Sie noch von Ihren ursprünglichen Plänen Abstand nehmen.

    Mit freundlichen Grüßen

    …”

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