Bahnstreik: Zunächst keine Warnstreiks am Montag

Viele rechneten heute mit einem großen Chaos. Doch dieses bleibt vorerst aus. Scheinbar kommt es noch nicht zu den angekündigten Warnstreiks der Lokführer. Viele Pendler gehen davon aus, auf den PKW umsteigen zu müssen. Doch der Deutschen Bahn (DB) liegen nach Angaben eines Sprechers bis 7:15 Uhr noch keine Informationen über mögliche Arbeitskampfmaßnahmen vor. Auch im Bundesland Nordrhein-Westfalen, hier sollen die Warnstreiks Spekulationen zufolge beginnen, läuft der Bahnverkehr ohne Störungen.

„Wir haben aus der Zentrale keine Nachricht über einen Streikeinsatz erhalten“, erklärte Frank Schmidt, NRW-Chef der Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL). Zudem erklärt er, dass man die Öffentlichkeit vor Beginn etwaiger Streiks rechtzeitig informieren wird. Zunächst hat die GDL für heute Warnstreiks terminiert, will aber keine genauen Zeiten und Orte nennen. Für alle 26.000 Lokführer im Nah-, Fern- und Güterverkehr fordert die GDL einen einheitlichen Flächentarifvertrag. Dazu müsste man sich mit der Deutschen Bahn AG und den privaten Unternehmen im Personen- und Güterverkehr einigen.

Am Sonntag hatte GDL-Chef Claus Weselsky betont, dass die Warnstreiks heute nicht länger als drei Stunden dauern sollen. Anfang Februar beschloss die Tarifkommission der GDL die Arbeitskampfmaßnahmen. Dem bereits bestehenden Branchentarifvertrag zwischen der Deutschen Bahn, den sechs großen Wettbewerbern und der Eisenbahn- sowie Verkehrsgewerkschaft (EVG) will sich die GDL nicht anschließen und fordert einen eigenen Tarifvertrag.

Bild von kaffeeeinstein

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