Bahnstreik bei den Bahn-Konkurrenten‎ geht in die nächste Runde

Die Lokführergewerkschaft GDL hat bei den großen Konkurrenten der Deutschen Bahn mit ihrem 47-Stunden-Streik begonnen. In ganz Deutschland sollen bis Samstagmorgen bei vielen regionalen Anbietern die Züge stillstehen. Betroffen sind dabei die großen Verkehrsgesellschaften Abellio, Arriva, Benex, Veolia, Hessische Landesbahn sowie ihre Töchter. Nicht bestreikt wird die Deutsche Bahn, mit der die Lokführergewerkschaft wieder verhandelt. Norddeutschland sei nach Angaben der GDL ein Schwerpunkt des Streiks. Es ist bereits die zweite Streikwelle in dieser Woche.

Am Mittwoch hatte die GDL Lokführer der privaten Bahn-Wettbewerber zu einem 47-stündigen Streik ab Donnerstagnacht aufgerufen. Dieser begann um 3 Uhr. Die GDL hatte die Lokführer privater Unternehmen bereits am vergangenen Montag in einen 24-stündigen Ausstand gerufen. Von dem Ausstand sind nach Gewerkschaftsangaben insgesamt 21 Unternehmen betroffen. Die Konkurrenten der Deutschen Bahn verweigern trotz der Streiks vom vergangenen Montag weiter jegliches Angebot zu inhaltsgleichen Rahmentarifverträgen für Lokführer. Keolis ist vom Streik ausgenommen, da das Unternehmen ohne Vorbedingungen die Bereitschaft zu Verhandlungen für einen inhaltsgleichen Rahmentarifvertrag für Lokomotivführer und eine Verknüpfung mit einem Haustarifvertrag erklärte. Das teilte die GDL am Mittwochabend mit.

Die GDL fordert einen einheitlichen Tarifvertrag für alle 26.000 Lokführer in Deutschland im Regional-, Fern- und Güterverkehr. Eine Hauptforderung der GDL ist die Angleichung der Einkommen auf dem Niveau der Deutschen Bahn plus fünf Prozent Aufschlag.

Bild von sludgegulper

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