Bahnstreik 2011: GDL ruft erneut zum Arbeitskampf auf

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat für den frühen Vormittag erneut zu Warnstreiks aufgerufen. So sollen Züge im Fern- und Regionalverkehr zwischen 8:30 Uhr und 11:30 Uhr stillstehen. Dadurch müssen sich Reisende und Pendler erneut auf Zugausfälle und Verspätungen einstellen. Die S-Bahn in Berlin wird auch dieses Mal nicht mit in die Streiks einbezogen. Aufgrund massiver Technikprobleme kann die Bahntochter in der Hauptstadt ohnehin nur ein eingeschränktes Angebot fahren.

Zunächst hatte die Deutsche Bahn die Gewerkschaft GDL aufgerufen, alle Arbeitskampfmaßnahmen einzustellen und die Tarifverhandlungen am Montag fortzusetzen. „Die GDL hätte zunächst keine Arbeitskampfmaßnahmen während der Karnevalszeit geplant, doch das Vorgehen der DB erfordert eine klare Antwort“, erklärte GDL-Chef Claus Weselsky.

Für die rund 26.000 Lokführer will die Gewerkschaft einheitliche Tarifbedingungen in der deutschen Bahnbranche durchsetzen. Zuletzt hatte die Gewerkschaft die Verhandlungen mit den sechs Bahn-Konkurrenten Abellio, Arriva, Benex, Keolis, Veolia und Hessische Landesbahn sowie der Deutschen Bahn für gescheitert erklärt. Die für heute geplanten Streiks sollen die letzten vor der Urabstimmung über unbefristete Streiks sein. Diese wird am Montag mit einer Auszahlung abgeschlossen.

Bild von vxla

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