«Auf Brautschau im Ausland» – Bedient Euch, Männer!

Das Schlaraffenland ist wahrlich nichts gegen das, was die liebestollen – oder sollte man sagen: liebeshungrigen – Junggesellen bei Auf Brautschau im Ausland geboten bekommen. Gut, ihnen schweben keine gebratenen Hühnchen an der Nase vorbei, obwohl sie da wahrscheinlich äußerst beherzt zugreifen würden. Dafür wird ihnen aber eine Frau nach den anderen präsentiert, die sie dann zu einem, nun ja, sagen wir einmal Rendezvous einladen dürfen. Bei Sat.1 herrscht da das Prinzip: «Einfach zugreifen, Männer! Es gibt das, was das Herz begehrt.» Oder der Geldbeutel zulässt, möchte man ergänzen.

Besonders die beiden «Südostasien-Experten» Andreas und Sascha müssen sich beinahe so vorkommen, wie zwei kleine Jungs im Süßigkeitenladen, die ihr ganzes Taschengeld mit einem Mal ausgeben dürfen, weil ihre Mama es ihnen erlaubt hat. Aber woher stammen die zahlreichen Bekanntschaften, die die beiden Schwergewichte da täglich umgarnen überhaupt? Darüber informiert Auf Brautschau im Ausland nicht. Mehr als kryptische Hinweise, es handele sich um eine Internetbekanntschaft oder man habe sich im Chat kennengelernt, gibt es nicht. Es ist vielleicht auch besser, Moderatorin Claudia Bischoff behält dieses Geheimnis für sich. Das Internet ist ja bekanntermaßen groß und weit. Und manchmal auch schmutzig.

Wenn es die Frauen jedoch nicht à la carte gibt, hilft der altbekannte Doku-Soap-Zufall auch bei Sat.1 bestens aus. Harry zum Beispiel, der in Sankt Petersburg auf Frauenjagd ist, sich selbst für einen brauchbaren Charmeur hält, irgendwie jedoch viel mehr an einen schleimigen Gebrauchtwagenhändler erinnert, trifft in der Millionenmetropole auf völlig leerer Straße eine Frau, die ihm zusagt. Und natürlich, wer hätte es nicht schon geahnt, die Dame ist der deutschen Sprache mächtig, hat anscheinend nur auf genau diese Zufallsbekanntschaft gewartet und lässt sich dann auch noch, ganz spontan, auf einen Kaffee einladen.

Ein ähnliches Händchen für langbeinige Blondinen scheint Ersatz-Cowboy Bernd zu haben. Er will in Bratislava die Richtige finden und trifft diese just in einem schicken Café, wo der sparsame Thüringer sonst doch seine belegten Brote auf der Parkbank isst. Die Dame, die auf den Namen Renata hört, ist ausgerechnet in dem Laden als Bedienung angestellt, in dem Bernd das erste Mal freiwillig Geld ausgibt. Ein unglaublicher Zufall.

Da fragt man sich doch, warum diese potenten und vom Glück geküssten Junggesellen ins Ausland flüchten müssen, um eine Frau zu finden? Bei dieser gehäuften Ansammlung von schicksalhaften Begegnungen könnten sie locker einen Harem eröffnen. Vielleicht sponsert ja Sat.1 auch die eine oder andere Dame. Es scheint ja genug Freiwillige gegeben zu haben. Gratis versteht sich.

 

 

Quelle: NewsMedien News«Auf Brautschau im Ausland» – Bedient Euch, Männer! Die Frauen sind gratis!

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