Atomkraft: Angela Merkel berät mit Ministerpräsidenten über eine Wende

Nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel bereits gestern ein Moratorium verkündet hatte, will sie heute in Berlin mit den fünf Ministerpräsidenten sprechen, in deren Bundesländer Atomkraftwerke stehen. Bereits gestern hatte die Kanzlerin angekündigt, dass die von Union und FDP beschlossene Laufzeitverlängerung drei Monate ausgesetzt wird.

Nun will Merkel den Ausbau von erneuerbaren Energien vorantreiben. Nach der Katastrophe von Fukushima sollen die Atomkraftwerke als Reaktion sofort einem Sicherheitsscheck unterzogen werden. Mit Hessen (2), Bayern (5), Baden-Württemberg (4), Schleswig-Holstein (3) und Niedersachsen (3) besitzt Deutschland insgesamt 17 Atomkraftwerke. Diese 17 AKW produzierten zuletzt rund 25 Prozent des deutschen Stroms. Die stark kritisierten Atomkraftwerke Isar 1 (Bayern) und Neckarwestheim 1 (Baden-Württemberg) sollen möglichst schnell vom Netz genommen werden. Es liegt auch im Bereich des Möglichen, dass das älteste AKW, Biblis A, abgeschaltet wird. Allerdings ist dort zunächst nur eine Revision geplant.

Nach den Ankündigungen von Bundeskanzlerin Merkel mussten die beiden größten Energiekonzerne RWE und Eon am Montag starke Verluste an der Börse verkraften. Derweil gehen Experten davon aus, dass bei einer Abschaltung von drei laufenden Anlagen Deutschland keine Stromlücke drohe.

Bild von World Economic Forum

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