Ärzte vergessen OP-Klemme im Bauch einer 49-Jährigen

Bei einer Operation haben Ärzte des evangelischen Krankenhauses Holzminden eine Metall-Klemme im Bauch einer Patientin vergessen. Die 49-Jährige litt nach einer gynäkologischen Operation unter extremen Schmerzen. Erst nach neun Monaten wurde die 16 Zentimeter lange Metall-Klemme lokalisiert und in einer anderen Klinik entfernt.

Die 49-jährige Patientin wurde im Mai des vergangenen Jahres in dem evangelischen Krankenhaus operiert, da ihr die Gebärmutter entfernt werden musste. Die Schmerzen ließen aber auch mehrere Tage nach dem Eingriff nicht nach. Zunächst gingen die behandelnden Ärzte davon aus, dass die Wund-Schläuche die Schmerzen verursachen. Aber auch acht Monate nach dem Eingriff waren die Schmerzen unverändert stark. Die 49-Jährige fühlte zudem etwas Hartes unter ihrer Haut.

Im Februar diesen Jahres entschieden sich die Ärzte dazu, den Bauchraum erneut zu röntgen. Ärzte und Patientin stellten geschockt fest, dass da etwas im Bauch war, was da nicht hingehört. In einer dreistündigen Operation entfernten Mediziner im Februar in einer anderen Klinik in Göttingen die Klemme. Allerdings musste die 49-Jährige in Kauf nehmen, dass bei der OP viel Bauchgewebe entfernt werden musste. Die Patientin erhielt eine Bauchdecken-Plastik.

Bild von jasleen_kaur

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