Areva-Chefin Lauvergeon muss ihren Hut nehmen

Inmitten einer der schwersten Krisen der Branche ist die Chefin des staatlichen französischen Atomkonzerns Areva, Anne Lauvergeon, abgelöst worden. Wie die französische Regierung mitteilte, wird das Ende Juni auslaufende Mandat der 51-Jährigen nicht verlängert.

Luc Oursel wird an die Stelle von Lauvergeon rücken. Er war bei Areva bislang für das Marketing, internationale Aktivitäten und Projekte zuständig. Schon seit Monaten wurde über eine mögliche Ablösung Lauvergeons spekuliert. Sie geriet durch die Verzögerungen beim Bau des EPR-Druckwasserreaktors in Finnland und die Niederlage im Kampf um einen Großauftrag aus Abu Dhabi in die Kritik. Bereits im vergangenen Jahr berichteten französische Medien, dass die 51-Jährige bei Staatschef Nicolas Sarkozy in Ungnade gefallen sei. Zu jener Zeit hatte sie sich mit EDF-Chef Henri Proglio angelegt. Proglio hatte die Zerschlagung des Unternehmens und die Führung der Atomwirtschaft durch EDF gefordert.

Erst durch die Katastrophe in Japan um das Akw Fukushima beruhigte sich die Gerüchteküche, da ein Neuanfang inmitten der Branchenkrise als zu gefährlich erachtet wurde. Zudem wurde Lauvergeons bescheinigt, sie mache einen guten Job als Krisenmanagerin.

Bild von MEDEF

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