Angela Merkel besucht den Kirchentag in Dresden

Der 33. Deutsche Evangelische Kirchentag 2011 richtet nun nach Debatten um Atomausstieg, Energiewende und sexuellen Missbrauch den Blick nach außen. Am letzten Programmtag wird heute Bundeskanzlerin Angela Merkel in Dresden erwartet.

Einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Stern“ zufolge spricht die Bundeskanzlerin bei einem Forum über eine neue Weltordnung. Darüber möchte sie auch mit Ghanas früherem Präsidenten John A. Kufuor und dem Publikum diskutieren. Das zusammenwachsende Europa steht hingegen bei einer Diskussionsrunde mit Sachsens Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU) und Lettlands Ex-Präsidentin Vaira Vike-Freiberga im Mittelpunkt.

Auch die Ökumene ist erneut Thema. Darüber wurde bereits in den vergangenen Tagen gesprochen. Nikolaus Schneider, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, und Robert Zollitsch, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, sprechen darüber auf einem Podium. Schon heute wollen die Veranstalter eine Bilanz des Kirchentages ziehen. Das Fest des Glaubens, zu dem 120.000 Christen aus ganz Deutschland nach Sachsen gekommen sind, geht am Sonntag mit einem Gottesdienst zu Ende.

Bild von celesteh

Share and Enjoy:
  • Print
  • Digg
  • StumbleUpon
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Yahoo! Buzz
  • Twitter
  • Google Bookmarks

Comments

  1. Reinhard Moysich says:

    “Christen” ohne christliche Nächstenliebe.

    Ich finde es sehr schade, dass jene “Christen” des Kirchentages alles Mögliche besprachen und forderten – nur für das, was in Deutschland wirklich bedeutend “mehr Gerechtigkeit und Frieden” (Käßmann) bringen würde, wurde nicht geworben: die Umsetzung der christlichen Nächstenliebe im religiösen und nichtreligiösen Weltanschauungsbereich.

    Die christliche Nächstenliebe bedeutet wie die Grundregel der Menschenrechte: “Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg’ auch keinem andern zu!” Bezogen auf den Weltanschauungsbereich heißt das: Wenn Christen nicht wollen, dass nichtreligiöse Menschen bevorzugt werden, dann müssten sie – falls sie wirklich Christen sind – sämtliche menschenrechtswidrigen und unchristlichen Bevorzugungen von religiösen Menschen abschaffen, z.B. Gottesbezug im Grundgesetz, Religionsunterricht an staatlichen Schulen, Kirchensteuer – und vor allem die vielen staatlichen christlichen Feiertage; stattdessen darf es nur weltanschauungsfreie Feiertage geben, welche die multiweltanschauliche Gesellschaft nicht mehr – wie zurzeit – spalten, sondern zusammenführen, z.B. Feiertage der Menschenrechte, Mitmenschlichkeit, Freundlichkeit, Liebe, biologischen Vielfalt, Natur, erneuerbaren Energien, Erde im Weltall.

Kommentar verfassen