Alzheimer lange vor Ausbruch erkennbar

Eigenen Angaben zufolge ist Wissenschaftlern aus Leipzig ein entscheidender Schritt bei der Alzheimer-Früherkennung gelungen. Die Universität in Leipzig teilte mit, dass ein Mittel in einer internationalen Studie erfolgreich getestet worden sei, das eine Diagnose der Krankheit Jahre vor ihrem Ausbruch möglich mache.

Den Probanden wurde bei dem Test schwach radioaktive Marker-Substanz Florbetaben in den Arm gespritzt. Wie die Uni mitteilte, habe sich diese dann im Gehirn angereichert und den Nachweis des Eiweißes Beta-Amyloid ermöglicht. Beta-Amyloid gilt als Auslöser der Alzheimer-Demenz. „Die Erkenntnisse der Studie bedeuten eine gravierende Verbesserung bei der Alzheimer-Diagnostik“, so Osama Sabri, Direktor der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Leipzig und Leiter der klinischen Studie, in einer Mitteilung. Demnach lasse sich mit dem Test das Eiweiß Beta-Amyloid bereits 10 bis 15 Jahre vor Ausbruch der Erkrankung nachweisen. „Das wäre eine wirkliche Revolution in der Alzheimer-Diagnostik“, fügte Henryk Barthel von der Universität Leipzig hinzu.

Barthel erklärte weiter, dass eine rechtzeitige Erkennung der Krankheit eine frühe Behandlung ermöglichen würde. Allerdings sei unter Forschern umstritten, ob dies dem Patienten nutzen würde, da es fast keine Medikamente für eine Behandlung im Frühstadium geben würde, so Barthel weiter. Derzeit können die Medikamente nur das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen. An der Studie nahmen 150 Menschen teil. Derzeit leiden in Deutschland rund 1,2 Millionen Menschen an Demenz-Erkrankungen, ein Großteil an Alzheimer.

Bild von tyo.

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