AKW Fukushima: Tepco schlampt erneut bei Strahlenmessung

Der Betreiber des verunglückten AKW Fukushima gerät weiter unter Druck. Nachdem Regierungssprecher Yukio Edano bereits in der Vergangenheit kritisierte, dass der Umgang mit Messdaten mangelhaft sei, hatte Tepco erneut eigene Werte widerrufen müssen.

Die Betreibergesellschaft hatte noch am Donnerstag angegeben, dass das Grundwasser in der Nähe des Kraftwerks einen 10.000fach erhöhten Wert aufweist. Doch nun gab Tepco zu, dass die Strahlen-Messwerte vom Grundwasser in und um das Atomkraftwerk teilweise fehlerhaft seien. Das teilte die japanische Atomaufsichtsbehörde am Freitag mit. Das Grundwasser sei dennoch mit Wahrscheinlichkeit verstrahlt. Es ist nicht das erste Mal, dass Tepco seine veröffentlichten Zahlen widerruft und aus diesem Grund in die Kritik gerät. In der Vergangenheit wirkte man oft überfordert.

Aufgrund der erhöhten Strahlung können aktuell im Umkreis von 30 Kilometern um Fukushima nicht nach Leichen gesucht werden. Japanischen Presseberichten zufolge werden dort noch immer 1000 Tote vermutet. Regierungschef Naoto Kan will am Samstag zum ersten Mal nach dem verheerenden Erdbeben die Krisenregion besuchen. Dabei wird er in die erdbebenzerstörte Stadt wie gut sind Rikuzentakata und Fukushima reisen.

Aktuell nehmen 65 Schiffe und insgesamt 120 Flugzeuge und Hubschrauber die Suche nach den Opfern der Katastrophe auf. Über 16.000 Menschen werden immer noch seit dem verheerenden Erdbeben vermisst. Durch die Kraft des Wassers wurden die meisten vermutlich aber aufs offene Meer hinaus gezogen.

Bild von Samat Jain

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