AKW Fukushima: Japans Regierung greift Tepco mit Milliarden unter die Arme

Japan und der Betreiber Tepco kommt das havarierte Atomkraftwerk Fukushima teuer zu stehen: Um Tepco vor dem Ruin zu bewahren, will die japanische Regierung dem Betreiber mit einem Milliardenbetrag unter die Arme greifen.

Wie führende Politiker am Mittwoch mitteilten, werde der Staat in einen Spezialfonds Anleihen im Wert von umgerechnet 43 Milliarden Euro transferieren. Demnach können die Bonds vom Betreiber dann in Bargeld umgewandelt werden. So sollen die Opfer der Katastrophe entschädigt werden. Als Gegenleistung hat Tepco einer umfassende Umstrukturierung des Unternehmens und drastischen Sparmaßnahmen zugestimmt. Rund 13 Jahre lang will der Betreiber einen Teil des Betrags an die Regierung zurückzahlen. Den Plänen zufolge werden auch andere Energiekonzerne Tepco unterstützen. Am Donnerstag soll das japanische Kabinett das Vorhaben absegnen.

Am Dienstag hatte der Betreiber des havarierten Akw Fukushima Staatshilfen beantragt. Derzeit muss Tepco alleine rund 8,75 Milliarden Euro aufbringen, um die fehlende Stromproduktion in Fukushima zu kompensieren. Aufgrund der Katastrophe verbuchte Tepco ein Rekordverlust. Das Geschäftsjahr endete im März und man musste einen Fehlbetrag von mehr als eine Billionen Yen (8,6 Milliarden Euro) verkraften.

Bild von Official U.S. Navy Imagery

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