AKW Fukushima: Hubschrauber und Wasserwerfer sollen Reaktoren kühlen

Die Lage im japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1 ist weiter kritisch. Mit allen Mitteln versuchen die Helfer, den drohenden Super-GAU zu verhindern. Die Atomsicherheitsbehörde stellte einen Rettungsplan vor, will in drei Schritten die Katastrophe unter Kontrolle bringen. So sollen Hubschrauber aus der Luft und Wasserwerfer am Boden die Reaktoren kühlen, des Weiteren wird eine Stromversorgung zum Unglücks-AKW gelegt und mithilfe des Stroms soll ein permanentes Kühlsystem wieder in Gang gesetzt werden. Dafür soll Meerwasser genutzt werden.

Die Strahlungswerte scheinen sich allerdings trotz des Hubschrauber-Einsatzes nicht verändert zu haben. Die Dosis sei gleich geblieben, berichteten japanische Medien übereinstimmend. Ob das Wasser, das in vier Ladungen abgelassen wurde, die Temperatur in den Unglücks-Reaktoren abgesenkt hat, ist derzeit noch unbekannt. Dem Sender NHK erklärte General Ryoichi Oriki, dass die Besatzung des Hubschraubers kontaminiert wurde. Er glaube aber nicht, dass der Einsatz Gesundheitsprobleme auslösen werde. Unterdessen steigt in Reaktor 3 der Druck wieder an, so ein Sprecher der Betreiberfirma Tepco. Zudem ist das Dach von Reaktor 4 bis auf den Rahmen zerstört. Der Druck in Reaktor 5 wächst laut offiziellen Angaben aus Japan, auch der Wasserstand sinke.

Handelsminister Banri Kaieda erklärte, dass in Tokio und Umgebung ein großflächiger Stromausfall möglich wäre. Nach Angaben von Kaieda sei dies möglich, wenn die Stromnachfrage über die des Donnerstagmorgen steigt. Indes veröffentlicht jetzt die Polizei neue Zahlen, so gibt es nach aktuellem Stand 5200 Tote, 8600 Vermisste und 2300 Verletzte.

Bild von Dieter Karner

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