Ägypten öffnet Grenze zum Gazastreifen

Die Blockade des Gazastreifens, die seit vier Jahren besteht, ist weiter gelockert worden. Am Samstag öffnete Ägypten seinen Grenzübergang in Rafah für den Personenverkehr.

Derzeit dürfen aber nur Frauen und Kinder problemlos aus dem Gazastreifen ausreisen. Aus Sicherheitsgründen müssen Männer im Alter zwischen 18 und 40 Jahren vor Reiseantritt bei den ägyptischen Behörden eine Sondergenehmigung einholen. Nach Angaben der ägyptischen Regierung soll der Übergang täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet sein. Der Übergang bleibt an Feiertagen und Freitagen geschlossen. Rafah ist der einzige Grenzübergang, der nicht von Israel kontrolliert wird. Im Juni 2007 hatte die radikal-islamische Hamas-Organisation hier die Macht gewaltsam an sich gerissen. Daraufhin hatten Israel und Ägypten ihre Grenze zu Gaza geschlossen. Ägypten will mit der Grenzöffnung sowohl die Versöhnung zwischen den zerstrittenen Palästinenserorganisationen als auch die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit fördern.

Indes warnten die Vereinten Nationen ein Jahr nach dem Drama um eine Flotille mit Hilfsgütern für den Gazastreifen vor der eigenmächtigen Entsendung weiterer Schiffe. Generalsekretär Ban Ki Moon appellierte in einem Brief an die Mittelmeerländer, solche Flotillen wegen der Eskalationsgefahr nicht zu unterstützen. In einer Erklärung, die ein UN-Sprecher am Freitagabend veröffentlichte, hieß es weiter, dass Hilfssendungen für die palästinensische Bevölkerung in Gaza durch die etablierten Kanäle gehen sollten.

Bild von rafahkid

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